Die 8-Meter-Regel: Wie Nähe den Erfolg von Teams steigert
- Holger Klein
- 21. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Hier ist eine konstruktive Ergänzung deines Beitrags, die zusätzliche Perspektiven bietet und die Argumentation noch klarer macht:
Neulich habe ich zur Vorbereitung auf ein neues Projekt ein sehr empfehlenswertes Buch von Daniel Coyle – The Culture Code gelesen. Da es im Wesentlichen darum geht, warum einige Teams erfolgreicher sind als andere, ist mir Folgendes aufgefallen – insbesondere im Hinblick auf den anhaltenden Trend zum Homeoffice.
Eine Studie des MIT ergab, dass die erfolgreichsten Projekte von Gruppen vorangetrieben wurden, die als „Cluster von Hochkommunikatoren“ bezeichnet werden. Doch was zeichnet diese „Hochkommunikatoren“ aus? Überraschenderweise hatte ihr Erfolg weniger mit Intelligenz oder Erfahrung zu tun, sondern mehr mit einem oft unterschätzten Faktor: der räumlichen Nähe.
„Es stellt sich heraus, dass man, wenn man sich in einer Organisation auf einer anderen Etage befindet, genauso gut in einem anderen Unternehmen sein könnte.“
Die Studie identifiziert sogar eine kritische Distanz, unterhalb derer die Kommunikation exponentiell ansteigt: 8 Meter.
Da eine solche physische Nähe im Homeoffice kaum erreicht werden kann, stellt sich die Frage, ob Unternehmen hier nicht enorme Potenziale ungenutzt lassen. Würde es sich nicht lohnen, gezielt Anreize zu schaffen, um Mitarbeitende wieder häufiger ins Büro zu holen?
Mögliche Lösungsansätze:
Hybride Modelle optimieren – Statt starre Vorgaben (z. B. „3 Tage im Office“) könnten Unternehmen gezielt kollaborative Tage einführen, an denen Teams physisch zusammenkommen.
Büroflächen attraktiver gestalten – Wenn das Büro als sozialer und kreativer Knotenpunkt dient, steigt der Anreiz, es zu nutzen.
Spontane Interaktionen fördern – Offene Meeting-Zonen, Kaffeeküchen oder Co-Working-Flächen können als Brutstätten für Ideen dienen.
Technologie als Brücke – Falls räumliche Nähe nicht möglich ist, könnten Unternehmen in immersivere Tools (z. B. VR-Meetings oder digitale Kaffeepausen) investieren, um den spontanen Austausch zu simulieren.
Letztlich geht es nicht um ein Entweder-Oder zwischen Homeoffice und Büro, sondern um die optimale Balance, die Unternehmen hilft, Produktivität und Innovation auf natürliche Weise zu fördern. Vielleicht müssen wir das Büro neu denken – nicht als Pflicht, sondern als Produktivitätsbooster für alle.
Wie sehen Sie dies? Sollte es mehr gezielte Investitionen geben, um Teams physisch näher zusammenzubringen?
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